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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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172 Fragmente zur deutschen Literatur.

aber auf dem Boden der Natur blühet das herrlich-ste Paradies!

Woher lag über Jahrhunderten jener Nebel derUnterdrückung in der Philosophie? weil man einmaldi? Sprache der Vernunft von der Sprache des Ver-standes getrennet, und sich dunkler Wortkramcreianvertrauet hatte. Zwischen diesen Wortschrankcn,die einmal Aristoteles vorgesteckt hatte, Schulenach Schule, durch, immer auf einer Stelle, mitstarrem blinzcndcn Blick, suchte man, und man weiß,daß, wenn man am emsigsten sucht, man oft amwenigsten finde. Man harte mehr gefunden, wennman sich nicht blind gesehen, die Aussicht nusgcbrei-tet, sich bald an grünen Farben, bald an neuen Ge-genständen erholet hatte: hiemit wäre das Auge ge-starket, um cs desto scharfer zu gebrauchen. Ist eswahr, daß alle unsere erworbene Kenntnisse, Ideenund Erfahrungen in der Sprache des Lebens aufbe-halten werden, so muß sich aus ihr auch die Philo-sophie gleichsam entwickeln, und wir fehlen leicht weitab, wenn man blos von gewissen gegebenen Punk-ten der Schulfprache sein Gewebe fortleitct, ohne zusieben, wo diese Punkte Haltung haben. Das ganzeGebäude der Spekulation kann künstlich gezimmertwerden; steht cs aber nicht auf der sichern Erde: sosiehe nicht hin! der künstliche Luftbau fallt.

So ist also die Untersuchung abstrakter Satze,so viel möglich in der freien Sprache des Lebens,fruchtbarer und sicherer: hin und her zu tre-ten, ob man feste gehet: freier hin und her zu spa-zieren , um Materialien des Denkens zu holenals wenn man sich an einen schmalen Steig von Wor-ten und Unterscheidungen heftet. Und wenn ist dieser