Erste Sammlung. r?r
de an, die aber, wenn sie alles thun, was sie sol-len, nichts zeigen müssen: als daß eine behagli-che Sprache — nicht die beste und einzige für diePhilosophie — sondern die bequemste für uns scy.
Wir sind Menschen, ehe wir Weltwciscn wer-den: wir haben also schon Denkart und Sprache,ehe wir uns der Philosophie nähern, und beide müs-sen also zum Grunde liegen, die Sprache des Ver-standes der Vernunft, die Denkart des Lebens derSpekulation. Und wie viel liegt damit zum Grun-de? Muttersprache, dcr ganze Umfang vonBegriffen, die wir mit der Muttermilch einsogcn —«Muttersprache, die ganze Welt von Kenntnissen, dienicht gelehrte Kenntnisse sind — Muttersprache, dasFeld, auf welchem alle Schriften des guten Verstan-des hervor wuchsen — was ist sie also für eine Men-ge von Ideen! Ein Berg, gegen welchen die kleineAnzahl philosophischer Abstraktionen, ein künstlichaufgeworfener Maulwurfshügel — einige Tropfenabgezogenes Geistes gegen das Weltmeer! der Welt-weise hat also in seiner Untersuchung unendlich me h rData, wenn er.sich dieser freien Sprache überlas-set: er spreche noch immer unbestimmt, wenn cr nurvielseitig spricht: cr spaziere frei, in desto meh-reren Gegenden wird er bekannt, an desto mchrernOrten kann er Früchte suchen, hie und da Mineneröffnen — hie und da die Wünschelruthe versuchen.Er kommt zeitig genug auf seine Landstraße, wenner nur viel auf sie mitbringt — und wie viel laßtsich aus dem Gebiete der Erfahrungen, der Sprachedes Lebens und dcr Vcrnunftahnlichen Kräfte mit-bringen! Das Land der Kunst ist wie dürrer Sand