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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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Er ste Samm lu n g. 167

Einfachen der Wahrheit. Es müßte eine Spracheder Philosophie zu gut erfunden: die Philosophie vol-lendet, und die Kräfte der menschlichen Seele ohneSchwachheit seyn, wenn ein solches System erschei-nen sollte. Nur lasse man-denn auch so lange die-se philosophische Sprache ruhen, ohne ihr zum vor-aus Vorwürfe zu machen, und lasse cs bleiben, diefür Barbaren und trockene Köpfe zu schelten, die sichdieser Richtigkeit in einer bekannten Sprache zu,Hern suchen.

11.

Beides geschieht häufig, und das erste ist nochneulich von einem Gelehrten geschehen, der mit derphilosophischen Sprache wie mit einem Schatten sprichtund dem Kinde, das noch nicht geboren ist, undnoch lange nicht geboren werden wird, nachthciligeNamen gicbt, ohne daß crs gesehen.

Michaelis*) führt unter seinen Weissagun-gen wider die Gelehrte Sprache -an, daß sic demOhr übel klingend, ohne Verschönerung durch Syno-nymen , ohne Ausdrücke fürs Herz, ohne Reize dcSStyls, und Apollo weiß! ohne was mehr seyn wür-de. Mich dünkt, wir können ihn wegsprcchen las-sen; denn sic soll ja nichts als gelehrte Spracheseyn: keine poetische, oratorische oder schöne,und so kommt die Sorge für das Ohr durch Wohl-

) Michaelis Preisschr. der Beschluß der Franz.Uebersetzunz.