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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
Entstehung
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163
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Erste Sammlung. i63

Jeder deutliche Begriff habe hier also nur ei-nen Ausdruck; hatte er. mehr, so waren sie über-fleißig , unnütz, oder schädlich. Die Erfinder derSprachen, ohne Zweifel nichts minder als Philoso-phen, druckten natürlicher Weise das durch ein neu-es Wort aus, was sie noch nicht unter einen an-dern Begriff zu ordnen wußten. So entstandenSynonyme, die dem Dichter eben so vortheuhastwaren, als sic dem grammatischen Philosophen zumAergcrniß gereichen. Dieser fragt haushälterisch:wozu sind so viel unnütze Knechte? sie stehen sichim Wege! und er hat sie abgeschafft; den übrigenaber ihr genaues Geschäfte angewiesen, um nicht mü-ßig zu seyn. Gesetzt, ein pbilosovhischer Begriff ha-be zween Ausdrücke: die Gelegenheit, die beide schuf,war entweder dieselbe, oder verschieden. Dieselbe;so ist es Fehler der Sprache: verschieden; der ge-wöhnliche Sprachgebrauch, der nie philosophische Deut-lichkeit zum Zwecke hat, kann immer die beiden Ge-legenheiten verwirren, ohne doch seinem Zwecke zuentkommen; aber der Philosoph muß unterscheidenoder sich an ein Wort binden. Thut er nichts vonbeiden: so vergibt er im ersten Fall schon etwas vonder Genauigkeit im Denken, und er oder ich kannvon der strengen Wahrheit abirren, wäre es auchnur ein Haarbreit. Im zweiten Fall vcrgiebt er et-was von der Genauigkeit im Vortrage: denn bei Ab-wechselung halbgleichgültigcr Wörter, kann sich ebenauf den Nebenbegriff meine Aufmerksamkeit heften,und den Hauptbegriff, wenn auch nur im feinstenThcile, verfehlen wenigstens kann sie sich dar-über verwirren, als sei mit dem Wort auch der Ge-genstand selbst geändert worden.

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