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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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r6r Fragmente zur deutschen Literatur.

der Ausdruck, Schmuck der Bilder, so viel sie an-derswo geltn mögen, so gelten sie, wenn man mehrals praeter proptc-r red.n will hier nichts. DieWcltweisheit verschmähet diese Schönheiten, wie derHomerische Hektor die Gaben der Venus vcrschmä-hcte, oder wie Herkules ausrief, da er die StatueAdonis im Tempel erblickte: in dir ist nichts Hei-liges! Sind die Gaben der Venus nicht deswegenan Paris schätzbar, wenn sich gleich Hektor ausihnen nichts macht? Paßt sich die Statue Adonisnirgends hin, wenn sie Herkules auf seinem Altarnicht leiden kann? Wie so nicht? Nehmet denParis aus dem Handgekecht mit Mcnelaus in dasSchlafzimmer der Helena: setzet Adonis in den

Tempel der Venus: so sind sie am rechten Ort.Aber nur nicht, daß Hektor und Herkules, wie Pa-ris und Adonis schön seyn müßten! Nur nicht, daßWeltwcisbcit ihr Gesicht mit Schönpflästerchen derPoesie und Rcdnerci verstellen müßte, um schön zuseyn! Wer sie so sehen will, hat nie ihr offenesAngesicht gesellen.

Wenn die Grundsätze, die eine Semiotik »priori bestimmt, bei einer wirklichen Sprache we-nigstens Theilwcise anzuwcndcn wären: so geben die-se Theile zusammengesetzt eine Sprache der Phi-losopllie. Nicht rede ich also von den wenigen Zeichen,die erfunden wurden, um Syllogismen undFiguren anzuzeigen: sondern von dem strengstenVortrage vollkommener Begriffe, Schlüsse und Be-weise. Hier ist alles was zu viel oder zu wenigsagt, es sey in einem andern Gesichtspunkte so schön,so rührend als es wolle, hier ists ein Fehler.