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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
Entstehung
Seite
159
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Erste Sammlung. >äg

Herodots, Thucydides, des Place unsDemosthenes. Ged des schrieb sein Buch nureiner genauen Kenntniß seiner Griechen, mit einemfeinen Geschmack, die Eompositivn ihrer Bildcr undGleichnisse zu schmecken, und mit dem richterlichenOhr, das Numerus und Woklklang bis zum lieber-maaße hören will. Außerdem hat er über Platomanches andere von Nutzen gesagt, und ist einSammler der schönsten prosaischen Stellen der Grie-chen. Allem ohngeachtct aber bleibt sein Werk nichts,als das Buch eines Schulmeisters, der Tcnophonund Plato zu nichts besserm machen kann, als erselbst ist. Er legt den Satz zum Grunde, den dasganze Griechische Altcrchum uns zurufet:die bestenSchriftsteller auch der Prose hatten ihre Schreibartdem Homer abgclcrnet." Allein da er ihn sehrgebrochen verstehet: so giebt er allen diesen großenLeuten wahre Schulmethode zu lernen Schuld, dieden Feldhcrrn Lenophon plötzlich auf eine Bankrückt, wo der Professor Geddcs sitzt, wenn erHomer und die Alten liefet. Hier sollen sie demHomer eine Beschreibung , ein Gleichniß, ein Bild-chen künstlich und kindisch nachgemahlet haben, wvich zum Unglück das Wenigstemal einen Zug derNachahmung entdecken kann, wenn meine Phantasienicht Buße lhun soll. Dort haben sie ihm den le-benden Wohllaut nachgebilder, selbst wo sie in ihrerSprache kein Wort mit Homer gemein haben?Warum denn so etwas Homer nachgebildec? Ebenals wenn sie kein Ohr hatten, einen Platzregen,«inen Fluß rauschen zu hören kein Auge hatten,die Wirkungen der Leidenschaften zu sehen undkein» Zunge hatten, das was sie sahen und hörten,