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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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156
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*56 Fragmente zur deutschen Literatur.

phon, die attische Muse, solche geschrieben: undgewiß ! es gehet kaum etwas über die einfältige Na-tur, über die honigsüße Freundlichkeit, über daSFeine der Symmetrie, das bis auf Kleinigkeiten inihnen herrschet: denn die Musen selbst sprachen auspincm' Munde. Nichts sagt er verworren, nichtsfalsch, nichts durch einander, wie wenn viele inein-ander schreyen, und keiner ganz spricht: jedes seinerGespräche ist wie ein schöner Teppich, mit Goldgestickt, und bis auf jeden Nadelstich voll Natur,Ordnung und Symmetrie. So ist es denn jaeine wahre Schandsaule, die man Tenophon er-richtet, wenn man ihm alle diese Schönheiten, dieSymmetrie des Ganzen, das Colorit in jedem Theile,und den Wohlklang jeder Sylbe raubt, ihn in un-serer Sprache alles halb, oder überladen oder ver-wirrt sagen laßt, und ein solches Gespräch, alswäre es die Manier zu dialogisiren, die wir anLenophon lieben, gerade vor ein Buch aufstellt,das selbst ein Muster des Geschmacks seyn, Ueber-setzungen bcurthcilen, und uns die Griechische Kunstanpreilen will Und wäre dies Buch selbst dieBibliothek der schönen Künste undWissenschaften Warum duldet man vorihr eine elende Uebersetzung, wie die vor ihrem zwei-ten Bande?

Und wo bleibt eine Uebersetzung des göttlichenPlato, dessen Schreibart wie Feuer brennt, undraie ein himmlischer Thau erguicket? Die Verschöne-rungen seines Dialogs, selbst wenn sie MoseS inihn bringet, halten uns kaum für die Einfalt desGriechen schadlos: und doch welch ein Werk hätte