Erste Sammlung.
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die unsichtbare Seele ist, die vom Antlitz der Un-schuld mit sanftem Elan', straklet, die Schreibartaber den schonen Körper Hiebt, den alle Huldgöttiu-nen gebildet. Mehr als von allen Lateinern kannunsere Sprache von ihnen gewinnen, um das Süßeund Schöne »-«Xov) zu lernen, das ihre
Prose des guten Verstandes belebt.
Der historische Styl soll unserer Sprache nocherst eingebildet werden. Und von wem wird sie dieseBildung eher nehmen, als von dem edeln Teno-phon, der nichts halb sagt, und nichts übereilet,bei dem die Rede fließet, wie ein Bach in den AuenElysiums. Wie sehr hat unsere Schreibart, die oh-nedem einen ruhigen Gang liebt, wie sehr Ursache,was sie sagt, ruhig und ganz sagen zu lernen! Undwie leicht wird sie sich an einen Tenopbon an-schmiegcn! leichter, als an einen Geschichtschreiber,bei dem Gedanken und Sentenzen einander drangenund drücken: denn bei diesem kommt eine schwere
Sprache zu bald in Gefahr, überladen, eine weit-schweifige Sprache halb, und eine unbequeme, schie-lend zu schreiben.
Mich dünkt, es war Aristoteles, der esnicht wagte Dialogen zu schreiben, weil Teno-
Griechen von den ältesten Schriften an ein eige-nes Geschlecht machten, sich von dieser herrschen-den Denk - und Sprachart unterscheiden. Diessey genug über einen Einwurf, gegen welchensehr vieles gesagt werden müßte.