Elfte Sammlung.
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ohne doch ihrer Bildung etwas zu vergeben — einFeld, von welchem sich Gold Hagen, mit seinerLehrlingsübersetzung, gewiß keinen Lorbeer geholet!— Und wie fein muß das Auge und die Hand des-sen seyn, der einen leichten und genauen Zwischen-strich ziehen kann: wie fern zu unserer Zeit Ge-
schichtschreiber den Herodot in seinem Halb-Epi-schen, in seinem Episodenmäßigcn nach - oder nichtnachahmen können. Preiset man das alles so durch-weg an, wie Gatterer *) neulich gethan: sonimmt man alles überhin, und kennet Herodotnur vom Hörensagen. Gewiß, wer uns das Bilddieses Mannes, nicht nie einen Schattenumriß ander Wand; sondern im lebenden Bilde zeigen will,der muß uns Herodot aus seinem Zeitalter inEulrur und Sitten, in Denk - und Lebensart, inbürgerlicher und wissenschaftlicher Verfassung gleich-sam erklären können,, er muß diese Zeit, wie seineeigene, kennen, mit Herodot gelebt haben, undjetzt zum zweitenmal leben. Je mehr ich Herodotim ganzen Ton der Denk - und Schreibart kennenlerne: desto ehrerbietiger nähere ich mich ihm, wieeiner antiken Bildsäule des Janus, der mit einemAntlitz ins Land der Poeten zurück, mit dem andernin eine neue Welt hinsiehet, in ein werdendes Zeit-alter der Prose. **)
H S. Histcrische Bibliothek, 2. B.
Ich darf zu meinem Zwecke vom Lhucydides nichtsmehr sagen, als daß auch die prosaische Schreib-art der Griechen aus eine gewisse Art sich habe