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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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151
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Erste Sammlung.

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denn bei welchem griechischen Dichter ist die Kunstin mehrerem Glanze als bei ihm? Die Schöpfungseiner Worte, und die Verkettung seines Perioden,selbst bis zur Zerreißung dcrSolbcn, selbst bis zumUcberstrvm über die Strophe, selbst bis zu seinemmannigfaltigen Numerus, selbst bis zu seiner er-scheinenden Wulh ist doch wahrlich! nicht das Werkwilder Phrenesic, sondern alles setzt so viel Wahlund vortreffliche Kunst voraus, daß, wie die lyrischeSprache schon an sich unter allen Gcdichtartcn viel-leicht die künstlichste seyn sollte, mir unter allenGriechen Pindar auf der höchsten Stufe der poe-tischen Kunst erscheint.

An die Dichter zur Zeit Philad elphus,laßt sich nicht anders, als an Dichter der Kunstdenken: die Kunst kam bei Tbeokrit, bis auf dasWortspiel, das er macht, vortrefflich; bei den mei-sten seiner Mitgenossen ward sie schon gelehrt, siesing an in gezierte und mühsame Künstelev auszu-arten, von welcher selbst Callimachus nicht freiist. Dem sey indessen, wie ihm wolle, ich werdein diesem Zeitalter nichts weniger gewahr, als eine»Sänger, der, wie Homer, ein Soh» der MutterNatur wäre, und was will man mehr?

Se» die Poesie in allen Zeitaltern, was siewolle; seitdem die Prose entstehen mußte, war sieeins nicht mehr: Gesang der Natur. Indessenging dieser damit nicht aus: bei allen Veränderungender Sprache des Lebens und der Bücher erhielt ersich in den ersten großen Driginalwcrken, insonder-heit in Homer. Dieser blieb immer der Hürst,der Dichter, dem alle ihre Sprache nachbildeten.