Erste Sammlung. rg7
Mittelpunkt im Cirkel der Griechischen Literaturge-schichte: allein ein dunkler, unabsehlichcr Abgrund,nn den sich noch niemand gewagt, und bios einzweiter Curtius wagen kann. —
Aween Wege gehn vor wir aus einander: Poe-sie, die da aufhörte, die einzige Sprache der Schrift,und darf ich kühn mit den Alten sprechen, die Spra-che des Lebens zu lepN: und auf dem andern Wege!Prose, die jetzt ward, die natürliche Sprache derSchrift ward, weil sie Alten die natürliche Sprachedes Lebens war.
DeN ersten Weg kann ich hier nicht verfolgen,so wenig auch Spuren auf ihm, und so viel auchKränze hinter ihm seyn mögen. Ec giebr die großeUntersuchung auf: wie aus der Dichterey Dichtkunst(?ro«-lr«7) und der Sänger der Natur zum Poetenwurde? Wie die Musik (nach dem GriechischenGebrauch dieses Worts) die bisher Gesang der schö-nen Natur gewesen war, allmählich Nachahmungund schöne Kunst wurde? Wie nach HomerusGedichten, in denen an Natur nichts mehr zu über-treffen war, allmählich immer mehr Kunst in diePoesie kam? Wie aus Vieser großen Quelle, in derbisher alles, Weisheit und Schreibart, vereint ge-wesen war, verschiedene Gattungen, wie Bäche, ab-flossen, und viele endlich im Sande zerrannen?Was jeder große Dichter, nach Maasgabe seinerWerke, oder nach Nachrichten der Alten der PoesEfür Neues gegeben? jener in der Manier: dieser inder Sprache: rin anderer in der Eesangweise: undrin vierter in der Gattung der Materie. Ich ge-
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