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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
Entstehung
Seite
143
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Erste Sammlung.

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Empstndunaen in Bilder; der Ucberletzer muß selbstein schöpferrches Genie se,n, wenn er hier seinemOriginal und seiner Sprache ein Genüge thun will.Ein Deutscher .pomcr, elem-vlus, Sophokles, der imDeutschen eben so klassisch ist, als jene in ihrerSprache, errichtet ein Denkmal, das weder einemKlein - noch Schulmeister ins Auge fallt, das ab,rdurch seine stille Grosse und einfältige Pracht dasAuge des Meisen feste,t, und die Aufschrift verdienet:D e r N ach w e l t und Ewigkeit heilig!

Ein solcher Ucbersctzcr ist unstreitig viele Kopfegrößer, als ein anderer, d>r aus einer nähernZeit, aus ein.r verwandten Sprache, aus einemVolke, das mit uns einerlei Denkart und Geniehat, ein Merk übersetzt, das im leichtesten poetischenTon, Didaktisch, geschrieben ist, und das demobngeachtel doch in der Uebcrsetzung sein bestesEolorit verlieret sollte dieser Uebersetzer auchEbert selbst scpn.' Sein Uoung hätte im Deut-schen, zu unscnr Zeit, nach unfern Sitten und Re,li in, immer seine Nächte schreiben können; aberjene ihre Werke in unserer Sprache? in unserer Zeit ?b.i unstrn Sitten? Niemals! So wenig als wirDeutschen je einen Homer bekommen werden, derdas in allen Stücken für uns sey, was jener fürdie Griechen war.

Ich habe von dieser Erstgeburt der Poesie im-mer aus Griechenland geredet, weil in dieser Spra-che, so dunkel auch immer die ersten Zeiten feyn mö-gen, am meisten auf uns gekommen. Für die Or.-entalische Dichtkunst wird an einem andern Orr Platzseyn; und über die singende Natur in den Skaldernund Bardengesängen kann ich nicht urtheilen, da ich