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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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1,2 Fragmente zur deutschen Literatur.

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Und fast geht cs uns so mit den Inversionen,die damals in stirer bieg-amen umingeschranrtenSprache jedem Wink der Leidenschaft und des Nach-drucks nachgaben? Versucht es; unserer Sprache,selbst dem freiesten und unverworo nsten Klopstocki-schen Hexameter sind Fesseln der Consiruktion ange-legt worden, die die Harmonie des Griechischen Pe-rioden meistens zerstören w.rde».

Oder sollen wir unsere Sprache in Bildung derMachtwörter, nach dem GmchssclM üben?Versucht cs; wenn ihr gleich ein Schweizer seyd,werdet ihr dieBeiwörter im Homer, Acschy-lus und Sophokles, oft genug umschreiben müssen.

Ich halte die Hymnen des Orpheus für nichtso alt, daß sie, so wie sie sind, bis an den Orpheusreichen sollten ; aber, so wie unsere Kirchensprache undKirchenpoesie, beständig Jahrhunderte zurück bleiben:so zeigen sie, nach meiner Meynung, am besten, wiedie älteste Sprache der Poesie, zur Zeit des HoheitStyls gewesen ist. Wohlan nun! versucht, dieseHymnen so ins Deutsche zu verpflanzen, als Ska-lier sie in Altlatein übersetzte: ihr werdet, ohngc-achtet aller Starke, doch oft das alte Deutsche ver-missen, das bei den alten Druiden in ihren heiligenEichenwäldern Lrphciisch mag geklungen haben!Homer, Aeschylus, Sophokles schufeneiner singenden Sprache, die noch keine ausgcbildeteProse hatte, ihre Schönheiten an;, ihr Ucbcrsctzerpflanzte diese Schönheiten in eine Sprache, die auchselbst im Sylbenmaaß, selbst im Hexameter, spre-chende Prose bleibt, daß sie so wenig als möglichverlieren. Jene kleideten Gedanken in Worte, und