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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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Erste Sammlung. 141

auS-undin einander fallenden Tönen mit feineneinförmigen Cudenzen seinem rauhen ungekünstel-ten Numerus feinen unaufgestütztcn hinläßigenPerioden; mit allem diesem wird es eben ein Ein-ziger hoher Gesang, der alle Harmonien der Götterund Menschen vereinigt, ein Inbegriff aller Gesang-weisen, und ein Werk, das sich dem himmlischenEinklänge der Vollkommenheit nähert. Was fürDinge ließen sich sagen wie viel ^Streitigkeitenund Mißverständnisse über die ältesten Dichter ab-thun: wenn man in einem eigentlichem Verständeals welchen Plutarch ausführte, darüber schriebe:wie man Sänger der Natur, und den vollkommen-em Sänger derselben lesen und hören soll?" Ichdarf doch wohl nicht erst selbst sagen, daß ich hiervon etwas ganz anderm, als von dem sogenanntenlebenden Ausdruck rede, da der NumerusSchall und Bewegung der Natur nachahmet. Wä-re der Naturgesang der Poesie nichts anders alsdies: so könnte man ihn eben sowohl in Virgilund warum nicht auch in vielen neuern Dichtern ? hören,in welchen ebenfalls, nach dem Ausdruck des Pope,der Schall ein Echo zum Sinne ist. Al-lein der Naturgesang, der mir aus der güldenenZeit der Welt, wie aus dem Reich der Aurora ent-gegen schallet, mein Lhr mit lieblichen Tönen täuschtund mich in ein singendes Zeitalter zaubert, ist os>fenbar eine andere Sache, die wir mit aller unsererprosodischcn Kunst nicht nachahmcn können.