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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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»4« Fragmente zur deutschen Literatur.

füllung des Perioden mit allem, was Kiese Stü-cke in sich schließen, so oft verwirret, so oft versäu-met, und selten ganz gefühlet? Bei allen Erklärun-gen hat man es noch immer als die dunkelste Seitedieser Altgrichischen Sprache nachgelassen, wie mäch-tig und sonderbar sie den Perioden fülle und binde.

Viele nutzbare Aufschlüsse muß es gebe», wenn«in Ausleger Homers mit Griechischem Obr, unsdiese ganze Fülle und Verbindung des singenden-Numerus entdeckte. Wie Homers Periode sich nir-gend zur prosaischen Rundung wölbe; noch in spitzeGegensätze zusammen laufe: wie er Glied nach Gliedaus einander fallen laßt, und indem er sich immerhalb wiederholt, eben damit immer weiter schreite:wie er ftineTöne immer aus- und in einander zieht,so daß überall Ruhepunkte, nirgends aber im ganzenWerke ein Endpunkt erscheint: wie das ganze Ge-bäude aus Rhapsodien besteht, durchhin aber keinRiß und keine Verkittung zu merken ist: wie mitder beständig fortgehenden Handlung auch das xn-oxim kleinsten wörtlichen Theile mit verketteten Hän-den in gleichen Schritten fortschreite. Der Rhyth-mus des ganzen Werks ist wie ein Silberton, derfreilich in Wirbeln und Wellen und Kreisen sich durchdie Luft fortarbcitct: Kreis umschließet Kreis: Welleschlägt Welle: Wirbel faßt in Wirbel: so wird derSchall bis zu unserm Ohr fortgetriebcn. Hier aberverlieren sich Wirbel und Welsinkreise; alles fließetin einen himmlischen Laut zusammen, der unkheilbar,wie ein Gedanke, und rein ist, wie ein Tropfe Nek-tar im Munde der seligen Götter. ^Das Werk Ho-mers, mit allen Wiederholungen mit allen nebenund in einander geworfenen Absätzen mit seiner»