Erste Sammlung.
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„vortrefflich geworden, die ihre poetische Sprache nicht„sehr merklich von der prosaischen unterschieden hat-„te." Und nach den Zeugnissen der Alten, und nacheiner philosophischen Kenntniß von der Verwandlungeiner Sprache nach den Sitten heißt er so: Jede
Nation lieferte die vortrefflichsten Meisterstücke derPoesie, ehe sich noch die Prose von jener getrennetund zu ihrer Runde rnisgebildet hatte. Da die Spra-che aus der Wildheit zur politischen Ruhe trat, warsie merklich von der prosaischen unterschieden: die
stärksten Machtwörter, die reichste Fruchtbarkeit, kühneInversionen, einfache Partikeln, der klingendste Rhyth-mus, die stärkste Deklamation — alles belebte sie,um ihr einen sinnlichen Nachdruck zu geben, um siezur poetischen zu erheben. Aber da die Prose auf-kam, die zuerst, wie Herodot, auch noch ihren Pe-rioden ohne Schwung und Fülle zerfallen ließ, da siesich mehr zur Vollkommenheit bildete, entferntesie sich von der sinnlichen Schönheit. Der Deutlich-keit wegen wurden die Machtwörter umschrieben, die Sy-nonyme ausgesucht, bestimmt ausgemustert, die Idio-tismen gemildert: so wie das Völkerrecht jetzt im Staa-te zum Gesetz ward, so auch in der Sprache: man bil-dete eine Sprache nach der andern, mit der sic um-aieng. Es entstand ein Adel, ein Pöbel und einMittelstand unter den Wörtern, wie er in der Ge-sellschaft entstand: die Beiwörter wurden in der Pro-se Gleichnisse , die Gleichnisse Excmpel: statt der
Sprache der Leidenschaft ward sic eine Sprache desMittlern Witzes: und endlich des Verstandes. Soist Poesie und Prose in ihrem Ursprünge unterschie-den.
Noch zehn Autoren hatte ich anzuführen, die