Erste Sammlung.
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der Wohlstand erlaubt: so auch die Alten westmehr mit Gebcrdungcn gesprochen, und die Rede de-klamirt haben, als wir. Ich verweise auf Homer,der in seinen kleinsten Beschreibungen es zu schildernweiß, wie mächtig die Leidenschaft durch eine einzigeGeberde, und die freie Seele durch einen freien Kör-per spricht — wie oft wird man bcv kleinen undmächtigen Zügen ausrufen: nein, göttlicher Alter!
nur du sähest Geister, und konntest Leidenschaftenkörperlich schildern: wir sehen sie nicht mehr: wir
gaukeln, oder stehen wie Bildsäulen: jetzt sprichtnicht mehr der Geist, wie er vor deinen Augen sprachaus mächtigen Gebcrden ist er in stille Mienen undGesichtszüge geflohen, wo er — statt sich auszuredcn— stammlet und schweigt. — Immer mußte Gebcr-dung zu Hülfe kommen, wenn die noch ungebildeteSprache sich nicht zu wenden wußte — und da dieLeidenschaft ohnedem die Geberden von selbst hervorrief: wie mußte diese lebendige Zntcrpunktation derSprache, Einschnitt, Modulation und Nachdruck ge-ben! —
Noch genauer lauft die Parellele zwischen Kin-dern und einem neugebvhrmn Volke, wenn wir bezbeiden das Innere ihrer Sprachen untersuchen. Na-men sind das Wortregister eines Kindes, man heißenun diese Namen chlornrwa. oder V sicher; und so sindauch in der Sprache diese beiden die ersten. SogarNorrrsir und Vsrchuwr wurde in der griechischenSprache grammatisch spät unterschieden; und dieübrigen Redetheile gehören entweder zur -Familie oderzur Begleitung dieses Paars, und die einfachen For-men der morgenländischen Sprachen zeigen hinläng-Herders Werke z. schön. Lit. u. Kunst. I. I