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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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Erste Sammlung.

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der Wohlstand erlaubt: so auch die Alten westmehr mit Gebcrdungcn gesprochen, und die Rede de-klamirt haben, als wir. Ich verweise auf Homer,der in seinen kleinsten Beschreibungen es zu schildernweiß, wie mächtig die Leidenschaft durch eine einzigeGeberde, und die freie Seele durch einen freien Kör-per spricht wie oft wird man bcv kleinen undmächtigen Zügen ausrufen: nein, göttlicher Alter!

nur du sähest Geister, und konntest Leidenschaftenkörperlich schildern: wir sehen sie nicht mehr: wir

gaukeln, oder stehen wie Bildsäulen: jetzt sprichtnicht mehr der Geist, wie er vor deinen Augen sprachaus mächtigen Gebcrden ist er in stille Mienen undGesichtszüge geflohen, wo er statt sich auszuredcn stammlet und schweigt. Immer mußte Gebcr-dung zu Hülfe kommen, wenn die noch ungebildeteSprache sich nicht zu wenden wußte und da dieLeidenschaft ohnedem die Geberden von selbst hervorrief: wie mußte diese lebendige Zntcrpunktation derSprache, Einschnitt, Modulation und Nachdruck ge-ben!

Noch genauer lauft die Parellele zwischen Kin-dern und einem neugebvhrmn Volke, wenn wir bezbeiden das Innere ihrer Sprachen untersuchen. Na-men sind das Wortregister eines Kindes, man heißenun diese Namen chlornrwa. oder V sicher; und so sindauch in der Sprache diese beiden die ersten. SogarNorrrsir und Vsrchuwr wurde in der griechischenSprache grammatisch spät unterschieden; und dieübrigen Redetheile gehören entweder zur -Familie oderzur Begleitung dieses Paars, und die einfachen For-men der morgenländischen Sprachen zeigen hinläng-Herders Werke z. schön. Lit. u. Kunst. I. I