Erste Sammlung.
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die Gesetze sangen, und hießen Lieder (rszrcu), dieWeissager, die Dichter sangen, und was sie sangen,hießen Reden (-^-°), Homers Helden sprechen lau-ter geflügelte Worte (eere« 7n§§o5v?-«) und fl ineVolksaltesten sind „Heuschrecken gleich, die auf denBaumen im Walde sitzen, und angenehmen Laut ge-ben." Man sprach im gemeinen Leben (und ein an-deres gab es noch nicht) die Worte in höheren Ton,daß man nicht blos lange und kurze Accente, sondernauch hohe und niedere Sylbcn deutlicher hören ließ:der Nhytbmus der Sprache war Heller: und in sol-chen rhythmischen Falltönen fiel natürlich die Spracheauseinander: in Verbindungen ungefcsselt bekam sieeinförmige Eadenzen. Noch jetzt wird im gemeinenLeben der gekettete Büchcrstil widerlich und ein red-nerischer Periode unausstehlich: und damals, da mannoch nicht an Bücher dackte, was war die Spracheda? nichts als singende und redende Natur.
Fliegende Fragmente würden sich mit einem schwe-ren Panzer von Gelehrsamkeit übel behelfen : man istalso vor erschrecklichen Zeugnissen und Anführungenaus den Alten sicher, die V 0 ssius, Meid om undDu-BoS zum Theil gesammelt haben. Man ur-theilt immer schief, wenn man den Ausdruck singenso uncigenrlich nehmen will, als wir ihn gebrauchen:man spricht wie im Traume, wenn man das Theater-singen der Alten auf eine Modedeclamation nach demfranzösischen Ohr herabsetzet, vielleicht blos um derMusik und der Schaubühne seiner Zeit ein Kompli-ment zu machen. Alsdann thut man besser, wenn manwie Vossius gar nicht unternimmt, dies Singender Alten zu erklären, oder daß man, wie die meisten