Erste Sammlung.
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schcinlich ein spateres Geschöpf und ein Werk gan-zer Jahrhunderte gewesen, mit den Strahlen Olymps,damit es seine Blöße und Schande decke. — Und wieSüßmilch insonderheit diese Hypothese vorgetra-gen, Haler nichts — als gezeigt, daß ihm der philo-logische Geist fehle, das wahre Ideal einer Sprache zuschätzen, der Geist der Geschichte, um die verschiedenenZcitfolgcn und Lebensalter derselben zu prüfen, undam meisten der Philosophie Genius, sie als eine En t-wickelung der Vernunft, und als eine Pro-duktion menschlicher Seelenkrafte erklärenzu können. Er denkt sich eine Sprache, wie er sicwill, und kann also auch, was er will, beweisen : er hatim Kleinen überall Recht, und für das Ganze nichtsgesagt!
Ich darf also immer einen menschlichen Ursprungvoraus setzen: jeder andere ist über unsere Sphäre;er läßt uns den Knoten der Untersuchung nicht ent-wickeln, sondern nach dem'Einfall des Alexandersim Gordischen Tempel, ihn abhaucn. Ueber gött-liche Produktionen läßt sich gar nicht urtheilcn, undalles Philosophien darüber wird
mißlich und unnütz: wir müssen sie dock) immer alsmenschliche betrachten, insgeheim immer einen mensch-lichen Urheber voraus setzen, der nur aus höhcrmBoden stchet, und mit hohem Kräften wirket. Manlasse mich also einen menschlichen Ursprung der Spra-che voraus setzen, sollte es auch nur meiner leidigenPhilosophie, und des bessern Theilnchmens halber,kurz! meines schwachen Magens wegen seyn. Wasist für Menschen würdiger und wichtiger, als Pro-duktionen menschlicher Kräfte, die Geschichte Mensch-