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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
Entstehung
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Erste Sammlung. nZ

ausrufen:Göttlich! Göttlich!" Nun aber siehe dieskleine Saamenkorn, siehe es in die Erde verscharrt,sich in einem zarten Sprößlinge hervor heben, Kei-me treiben, Blätter gewinnen, wachsen du wirstnoch ausrufen: Göttlich! aber ans würdigere undvernünftigere Art. Die Anwendung lasse man michnicht machen: sie ist zu offenbar. Vollkommen-heit, Ordnung, Schönheit ist in der Spra-che; aber wie und wenn in sie gekommen? dies istder Knote! Der vorige Baum hatte er, so wie erist, aus der Erde steigen, mit seinem schönen Gipfelden Schoos seiner Gebärerin durchdringen, mit sei-nen tausend Armen die Mutter brechen, und mitseinem starken Stamm sich in die Lüste heben müs-sen: hatte er dies müssen; hätte ichs gesehen;freylich so wäre scin Ursprung unbegreiflich, uner-klärlich, göttlich! Wäre die Sprache mit aller ihrerVollkommenheit, Ordnung und Schön-heit geschmückt der Erde wie eine Pallas, die ausdem Gehirn Jupiters trat, erschienen; ohne Zöge-rung würde ich verblendet von ihrem Glanze, zurücktreten, mich verhüllen, niederfallen, und sie als einegöttliche Erscheinung aus dem Olymp anbctcn.

Aber ist dies? und woher muß es seyn? Sindnicht tausend Merkmale in einer, und MillionenSpuren >n der Verschiedenheit der Sprachen, daß dieVölker eben durch die Sprache allmählich denken, unddurch das Denken allmählich sprechen gelernet? Istwohl Schönheit, Ordnung und Vollkommenheit derSprache, so vieler, ja aller Sprachen nach einemPlan gebildet? Welche ungeheure Hypothese, in diesegroße Menge und Verschiedenheit ein einziges Ideal