verwirret, werden die Plane zeigen, die man so oftmacht, um eine Stufe aus der andern ausbilden zuwollen: man reiset das Kind zu früh zum Milch-haar des Jünglings; den muntern Jüngling fesseltman durch den Ernst des Mannes, und der Greissoll wieder in feine vorige Kindheit zurück kehren;oder gar eine Sprache soll auf widersprechende Artdie Tugenden aller Alter an sich haben. VerkehrteVersuche, die schädlich würden, wenn nicht die Na-tur mit vielen nachthciligen Entwürfen einen Gradvon Schwache verbunden hatte, der sie zurück halt.Ein junger Greis, und ein Knabe, der ein Mannist, sind unleidlich, und ein Ungeheuer, das allesauf einmal seyn will, ist nichts ganz.
Eine Sprache in ibrer Kindheit bricht, wie einKind, cinsylbichte, rauhe und hohe Tone hervor.Eine Nation in ihrem ersten wilden Ursprünge starret',wie ein Kind, alle Gegenstände an; Schrecken, Furchtund alsdann Bewunderung sind die Empfindungen,derer beide allein fähig sind, und die Sprache die-ser Empfindungen sind Töne, — und Geberden. Auden Tönen sind ihre Werkzeuge noch ungebraucht:folglich sind jene hoch und mächtig an Accenten;Töne und Gcberdcn sind Zeichen von Leidenschaftenund Empfindungen, folglich sind sie heftig und stack:ihre Sprache spricht für Auge und Ohr, für Sinneund Leidenschaften: sie sind größerer Leidenschaftenfähig, weil ihre Lebensart voll Gefahr und Tod undWildheit ist: sie verstehen also auch die Sprache desAffekts mehr, als wir, die wir dies Zeitalter nuraus spätem Berichten und Schlüssen kennen; denn sowenig wir aus unserer ersten Kindheit Nachricht durchErinnerung haben, so wenig sind Nachrichten aus