ik>6 Fragmente zur deutschen Literatur.
nachbarlichen Erwachse verbittert: nichts durfte lnzu enger Luft verrotten — in freiem, seligen Revierbreitete er sich mit allen Acsten und Zweigen aus,und ward die Krone aller seiner Nachbarn, und dieMutter so vieler Sprösslinge: heilig, wie jene Ho-merische Buche Junkers, auf welchem die Göttinder Weisheit und der Vater der Musen, Minervaund Apollo, in der Gestalt tapferer ansehnlicherVögel saßen, und sich an den Helden vor Troja er-götzten. — Welche Sprache also, als sie, ist derBetrachtung, der Nachahmung würdiger; nur werals ein Grieche, kann sie kennen, betrachten,nachahment —
Ich wenigstens nicht, und so kann ich auchnicht völlig aus und nach ihr zeichnen: ich mußandere zu Hülfe nehmen: Muthmaßungen aufru-fen, — Hypothesen versuchen — doch warum soviel Vorbereitens auf eine Kleinigkeit, auf einenRoman!
Von den Lebensaltern einer Sprache.
Sowie der Mensch auf verschiedenen Stufen desAlters erscheinet: so verändert die Zeit alles. Dasganze Menschengeschlecht, ja die tobte Welt selbst,jede Nation, und jede Familie haben einerlei Gesetzeder Veränderung, einerlei Lebensalter — und so dieSprache. Daß man dies bisher so wenig als mög-lich unterschieden, daß man diese Zeitalter beständig