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Fragmente zur deutschen Literatur.
aufs genaueste angemessen, so geschriebenhatten, daß sich nichts anders, nichts bessersagen laßt? Wo sind solche Schriftsteller in jederGattung der Schreibart? — Antworte dochstatt meiner ein allzeitfertiger Kunstrichter, der blosaus seiner Grammatik und Redekunst mit leichterZunge antworten kann, und über alle diese Bedenk-lichkeiten hinweg ist.
Sey klassisch, wer da wolle! ich werde keinemKranze aussetzen, noch rauben: das erste muß dieNation, das andere mögen Wortgrübler thun. Ichkann nichts, als sie wünschen, ihnen in die Handarbeiten, und sie kenntlich anwenden. — Wollen wirclaßischc Schriftsteller haben: so müssen —
Akademien und Schulen nicht der einzige Sitzder Musen, und der Parnaß des Apollo sevn; dennwas ist dem Charakter eines Schriftstellersder Nati on fremder, als wenn er mit dem Pu-tz ikum , wie mit Schülern, vom Katheder herunterspricht? nirgends sein Auditorium, und seine Werk-statte vergißt? und sich alsdenn neben einen cheno-phon, Tacitus, Hume und Montesquieudränget? Professor- und Paragrapbenslil ist hiernicht das einzige Hinderniß: ein weit größeres ist,den lehrenden Ton auch im Lehren zu vermeiden, Le-sern ihre Gesichtspunkte abzulauren, bilde» und nichtunterrichten. Und Gottlob! daß wir schon so halbauf dem Wege sind: schon so weit, daß die lateinisehe Sprache nicht mehr für die Sprache Apollo'sgilt: soweit, daß unsere barbarische Mutterspracheuns schon anfängt, die liebste zu werden: so weit,daß die Schriftsteller der Bildung nicht allein aus