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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
Entstehung
Seite
95
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Erste Sammlung.

lieben, ist lächerlich. Der Weise sehe seinen Gegen-stand so Helle als Moses; zeige ihn im rechten Ge-sichtspunkte, leite die Ideen 'natürlich fort, habedie Erläuterungen, und die Sprache in seiner Ge-walt: so wird eine simple Abhandlung daraus wer-den, ohne Trockenheit und fremden Sckmuck; siewird ihren ganzen Zweck erreichen, einem Leser, derWahrheit sucht und liebt, ohne Zwang und Um-wege, ein Geleitsmann zu sepn wozu? nicht zulernen, sondern selbst zu denken. So sind die Ab-handlungen im zweiten Lheile der philosopbischenSchriften; einige Literatucbricfe, die eigene Betrach-tungen liefern, vielleicht von eben dem Verfasser,und die Lessingschen Abhandlungen.

7. Lessing leider! daß ich von ihm eineinziges ausgearbcitetcs prosaisches Werk anführenkann, da doch das Publikum langst eine neue ver-änderte Ausgabe seiner Schriften erwartet hat, die,in Betracht seiner Talente in Witz und Phantasie,in Betracht seines Scharfsinns im Zergliedern, undseines glücklichen Ausdrucks, die Worte zur Aufschriftverdienen wird:so viel that er: Nachwelt! schließedaraus, was er thun konnte!"

8. Wir haben noch einige niedliche Abhandlungenin der Literatur, die letzten Jahre her erhalten,unter denen ich die Möscrschen Schriftgcn: Har-lekin, oder vom Groteske-Komischen, seinenBrief an den Savopi schen Vikar u.s.w. nen-ne. Und überhaupt laßt sich an einem kleinen Kl 0 p-stockischen Stücke des Nordischen Aufsehersu. s. w. mehr lesen, als an dicken Banden im ge-läufigen Styl ersäuft Es ist übrigens zu beklagen,