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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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Fragmente zur deutschen Literatur.

sie Werke der Unsterblichkeit würdig, und der Nameunsers Jahrhunderts.

2. Hagedorn hat der Göttin der Gemäldeeinen Altar von weißem Marmor errichtet, und mitvieler Annehmlichkeit um ihn Blumen zu streuen ge-wußt; das ganze Werk zeiget vielen Geschmack desKünstlers, noch mehr Kenntniß des Werkmeisters,und die feinste Kritik des Costume: das Bildniß derGöttin selbst aber ist dem Fleiß, der Mühsamkeit

und Dauer nach, eine achte Mosaische Arbeit-

Doch ich rede frei und ohne Schleier. Der Verfas-ser verrath viele Bekanntschaft in den Kunstsalenvon hohem Geschmack, und in den Malcrakadcmiennach dem lieblichen; aber vielleicht etwas mindere indem heiligen Haine der schönen 'Natur; daher seinephilosophischen Betrachtungen über das Schöne :c.in der Kunst nie das Wesen erreichen. Für Lehr-linge ist sein Lehrbuch eine zu dunkle und in denSchönheiten zu verschlossene Encyklopadie der Male-rei; desto angenehmer aber einem Leser, der eben sosehr Werkmann seyn will, als er leichte und galanteBetrachtungen anhören, gelehrte und WcltüblicheAnspielungen verstehen, und dm ganzen Zuschnittbis auf die kleinste Nuance Hofmäßig bemerken kann.Wenn Casar das Bild der Venus beständig beisich trug, deren Sohn, ein zweiter Aeneas! er seynwollte: so war sie freilich nach Römischem Geschmackbewaffnet; aber die Griechische Venus, wenn sie diePallas überwinden will, ist nackt, und mit denZierrathen ihrer irdischen Schwester nicht beharnischt.So kann auch ein Verfasser der Sohn der irdischenbekleideten Schönheit sepn, bei der man von dem