82 Fragmente zur deutschen Literatur.
Ganz Deutschland thcilte sich in drei Hausen: dieHcxametristcn, als Reuter mit schweren Cuirassen,und schwerem Gange; die prosaischen Poeten, Dra-goner, zu Pferde und Fuß streitbar:
Orsat c>n tlis Lenoki, grout in tlas Laclclls:Nlaat oou'cl as well kincl o'er, as srvaclcllo,80 sorno ob arnxhiibious lblaturo, .
eitlasr kor ilas I^anck or Water:
Und denn die Französirendcn leichten Völker,die in Kritischen Briefen, und Arzneien undPosfen, mit Französischen Modeausdrückcn um sichwarsen, und als Schmetterlinge umher schärmten.So hat auch die Nachahmung der Britten den Ge-schmack in der Dichtkunst gebohren, der nichts so gernhat als Malereien voll ausgestopfter Bilder, mitFarben und Beiwörtern überladen, der aber eben soweit von der Einfalt der Griechen, als der starkenKürze unserer Sprache abweicht.
Auch in der Prose hat sich schon der übersatteGeschmack zu zeigen angefangen, der den Periodenmit Bei-und Neben-und Bindewörtern, mit Sy-nonymen und EpithetcN überladet, ihn nach der neue-sten Mode mit Griechischen Namen und antikenBilderchen ausstaffirt, und ihn in dieser für Augund Dhr und Seele widerlichen Gestalt vorführet.Da dieser geblümc'te Styl die neueste Modeschön-hcit ist: so wird man mich ohne ein Beispiel nichtverstehen — und so sey denn dies aus einer derneuesten Schriften. —
Diesmal nur die Vorrede. Die Vorrede zu denVersuchen aus der Literatur und Moral,ist so voll Blumen und Wortschmuck, daß wir dar-