Erste Sammlung.
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durch Mienen, nicht Worte sprechen will, Schuld anmancher Dunkelheit seyn soll; und hier ists also nö-thig, den Schristchller aus dieser Verlegenheit zu zie-.hen, und unsere Staatsverfaffunq in der Literaturso unabhängig und republikanisch zu machen, alsmöglich. Bei den Alten war die Wahrheit, nachEupers Briefen *), ohne äußere Verehrung , aber dasHaupt und der Mund der Weilen war ihr heilig: beiuns hat sic Tempel und Altäre genug; jeder Kunst-lichter räuchert ihr, aber als einer allegorischen Per-son. Gute Kötlin! die du die Schutzgöttin Dcutsch-landes seyn solltest:
8i gua Den es , tun rne in sacraria elono!
Ucberhaupt haben unsere Schriftsteller durch dieLecture, und unsere Sprache durch die Ucbcrsetzungder Französischen Prose, die immer schreibt, als obsie spräche, merklich viel angenommen. Und da Uc-bersctzungen, und das Lesen der Engländer jenen fastanfangen das Gleichgewicht zu halten: so ist auch dieszum Vorkheil der Denkart, weil unser Genie sich mehraus die Brittifche Seite neigt, und wir durch die Eng-lische Stärke die Französische Leichtigkeit nahrhaftmachen.
Nur daß dies Nahrhafte uns nicht übcrlade, undins Ucbersatte ausartc. Da z. E. die ersten Ueber-sehungen aus dieser Sprache, die so voll von Bei-wörtern und Schilderungen ist, Poetische Prose ent-halten mußten: so ward dadurch wider Willen der Ue-b-rsetzer jener holprichte prosaisch-poetische Styl ein-gcfuhrt, der unserer Sprache gar nicht angemessen ist.
*) Literar. Br. g.. p. ^62. f. aus dllttelilxisrolLi- Vol. I. p. 227. f.
Herders Werkez, schön, Lit, ».Kunst. I. F