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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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8o Fragmente zur deutschen Literatur.

o s des Ovids noch die Elemente der Ideen, in ei-ner harmonichcn Uneinigkeit schlummern, und in ei-ner uneinigen Harmonie sich zur Bildung drangen.Ist ein solcher Schriftsteller noch ein junges Genie,so ist es nicht zu verwundern. Es ist ein Blinder,der noch Menschen als Baume sicht: der Kunstrichtcrversuche die geduldige Eur, seine Augen zum Lichtzu gewöhnen. Die Kinder sollen desto bcsser reden,die spat, und schwer lernen , und solche Dunkelheitist dreimal besser, als jenes langweilige Plappern', mitvielen deutlichen Worten nichts zu sagen. EinemAlten ist nun fr.ilich der Staar schwerer zu stechen.

Noch öfter rührt diese Dunkelheit her von einerStubengelchrsamkcit, die durch den mündlichen Vor-trag nicht hat lebendig werden können. Durch denmündlichen Vortrag wird man deutlich; man lerntden besten Gesichtspunkt, faßlich zu sinn, bemerken:so lernte Sokrates von seiner Asxasie Weisheit undVortrag: so lerne es der Lehrer in dem Kreise seinerZuhörer, wenn er sie nicht als Maschinen behandelnwill: so trete der Gelehrte in die große Welt, umsich seiner Eathedersprache zu entwöhnen: er erinnereuns nicht so oft, daß er vor seinem Schrcibepultsitzet; er geselle die Deutsche Arbeitsamkeit und Genau-igkeit zur Französischen Freiheit; dann wird er mekrseyn, als ein Französischer Abbe, mehr als ein faderKanzclredncr, Mehr als ein Zeitungsschreiber; kurz!mehr als eine waschhaste Sibylle, die wohlriechende,oder heilige, oder neue und rare Krauter zum Verkauftragt; er wird mehr, aber doch nicht auf Kosten derDeutlichkeit.

Man sagt auch, daß eine aewisse Deutsche Be-scheidenheit, die kurz seyn, die nicht beleidigen, dis

durch