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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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68 Fragmente zur deutschen Littratur.

mcl sterben, und also Vorzüge ihres Vaterlandes.Ucbcrdcm können sie sich der Denkart ihrer Nationso genan anschmiegen, daß dieselbe in jedem Wort,das ihrer Zunge entwandt ist, in jedem Zuge, darinsie sich stnvcrmnthet wiedersindct, die Freude desWudercrkennens fühlet, wie, wenn man unvcrmu-thct einen Landsmann, einen Verwandten, einenGespielen unserer Jugend in einem fremden Landeerblicket. Wie wir alsdenn auswallcn und ihn um-armen: so wall.n wir auch dem cigenthümlichcn Aus-druck entgegen, der sich mit unfern Sprachwerkzcu-gen zusammen bildete, mit unfern Seelcnkrasten ge-meinschaftlich aufwnchs, und der uns also an dieFreuden unserer Jugend erinnert. Woher lieben dieBritten so sehr das Launische in ihrer Schreibart?Auch deswegen, weil diese Laune unübersehbar undein heiliger Jdiotismc ist. Warum haben Shake-spear und Hudibras: Swift und Ficlding:sich so sehr das Gefühl ihrer Nation zu eigen ge-macht ? Weil sie die Fundgruben ihrer Sprache durch-forschet, und ihren Humor mit Idiotismen, jedennach seiner Art und seinem Maaß, gepaart haben-Warum vcrthcidigcn die Engländer ihren Shakc-spear, selbst, wenn er sich unter die Lloncstti,und Wortspiele verirrt Eben diese Loncetti,die er mit Wortspielen vermahlt, sind Früchte , dienicht in ein anderes Clima entführt werden können:der Dichter wußte den Eigensinn der Sprache so mitdem Eigensinn seines Witzes zu paaren, daß sie füreinander gemacht zu scyn scheinen: höchstens gleichtjemc dem sanften Widerstande einer Schöne, dieblos aus Liebe spröde thut, und bei der ihre jung-fräuliche Bescheidenheit doppelt reizet.