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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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66 Fragmente zur deutschen Literatur.

aufzuopfern:seit dem sie Philosophie und Franzö-sische Sprache studirt hatten?"*) Philosophie undFranzösische Sprache ein Paar, was sich hiersehr fremde zusammen findet.

Ich muß indessen drei Stücke hinzu setzen, dieich hier nicht ausführcn kann. So wenig unserDeutsch an Inversionen leidet; so wcnig sind nochalle in Gang gebracht, die in den Formen dessellnnliegen. Wenn die Geschichte, der Dialog,die Pro sc des Umganges und die Poesie,jedes seine eigensinnigste Wendungen nutzen und ganzzwanglos brauchen wird: wie manches wird alsdcnnan Tageslicht kommen, das jetzt im Schooß derNacht begraben liegt? Zweitens: so wenig unser

Deutsch an Inversionen leidet: so wenig kann cs

doch mit dem Griechischen und Latein verglichenwerden, weil die ganze Natur widerspricht. Und denn:so wenig unser Deutsch an Inversionen lcidet: so vielenoch in den Formen desselben nach der Grammatikliegen: so manche noch aus den vorigen Zeitalternzurück gezogen werden können, die unrecht aufgegebcnsind: so wird doch nie unsere Sprache kindischmit Wortvcrsetzungen, wie im Brcte, spielen kön-nen. Auch in der Verkettung und Gliederfolge un-serer Perioden bemerkt man den Gang cines Deut-schen, der freilich nicht wie ein Kind Hüpfen, undspringen will wie ein Gaukler: sondern dem cur ein-förmiger, gesetzter und männlicher Gang eigen ist.

*) Prospekt zum lournrU etr-inAer. 176s.