Erste Sammlung.
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„durch den Schmuck der Dichtkunst zu 'beleben.„Jenes hat sie Wolfen, und dieses Hallern zu dan-„ken. Zwei solche Schriftsteller sind gnug, einer„Sprache von einer gewissen Seite die gehörige Aus-bildung zu geben. Die Nation hat ihnen auch so„zu sagen das Münzrechk zugesranden; denn die mit„ihrem Stempel bezeichnet«: 'Ausdrücke sind in dem„Gebiete der Weltweisheit nunmehr gang und gäbe„worden.
„Der philosophische Geist hat sich bei uns auf„alle Theile tur Gelehrsamkeit verbreitet, und giebt„unfern schönen Schriften selbst eine gewisse Tein-„ture von Ernst und Gründlichkeit, die uns eigen-tümlich ist, und einem Ausländer den Karakter„der Nation zu erkennen geben muß. Hingegen„müssen wir Hon auswärtigen Lesern aus eben der„Ursach der Dunkelheit beschuldigt werden, so lange„sie noch mit unserer Literatur nicht genug bekannt„sind. Wenn uns Deutschen die Schriften eines„Pascal, Fontenelle, Montesquieu und„einiger andern Französischen Weltwcisen nicht be-gannt waren; so würden wir uns in die neuern„Schriften dieser Nation gleichfalls nicht zu finden„wissen. Und wie vielmehr muß dieses den Aus-ländern in Ansehung unserer Literatur widerfahren,„da bei uns die Philosophie eine merkliche Gewalt„über die Sprache gewonnen, und wir zur Äerbes-„serunq der schönen Wissenschaften, so zu sagen,„den Weg über die Metaphysik genommen haben."
In diesen Gesichtspunkten hat unsere Sprachevor der Französischen voraus, und sollte cs alsoGelehrten nöthig geschienen haben, diese FreiheitenHerders Werke z. jchö», Lit, u. Kunst, t. E F'rnAmeiue.