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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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Erste Sammlung.

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durch den Schmuck der Dichtkunst zu 'beleben.Jenes hat sie Wolfen, und dieses Hallern zu dan-ken. Zwei solche Schriftsteller sind gnug, einerSprache von einer gewissen Seite die gehörige Aus-bildung zu geben. Die Nation hat ihnen auch sozu sagen das Münzrechk zugesranden; denn die mitihrem Stempel bezeichnet«: 'Ausdrücke sind in demGebiete der Weltweisheit nunmehr gang und gäbeworden.

Der philosophische Geist hat sich bei uns aufalle Theile tur Gelehrsamkeit verbreitet, und giebtunfern schönen Schriften selbst eine gewisse Tein-ture von Ernst und Gründlichkeit, die uns eigen-tümlich ist, und einem Ausländer den Karakterder Nation zu erkennen geben muß. Hingegenmüssen wir Hon auswärtigen Lesern aus eben derUrsach der Dunkelheit beschuldigt werden, so langesie noch mit unserer Literatur nicht genug bekanntsind. Wenn uns Deutschen die Schriften einesPascal, Fontenelle, Montesquieu undeiniger andern Französischen Weltwcisen nicht be-gannt waren; so würden wir uns in die neuernSchriften dieser Nation gleichfalls nicht zu findenwissen. Und wie vielmehr muß dieses den Aus-ländern in Ansehung unserer Literatur widerfahren,da bei uns die Philosophie eine merkliche Gewaltüber die Sprache gewonnen, und wir zur Äerbes-serunq der schönen Wissenschaften, so zu sagen,den Weg über die Metaphysik genommen haben."

In diesen Gesichtspunkten hat unsere Sprachevor der Französischen voraus, und sollte cs alsoGelehrten nöthig geschienen haben, diese FreiheitenHerders Werke z. jchö», Lit, u. Kunst, t. E F'rnAmeiue.