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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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6c> Fragmente zur deutschen Literatur.

jetzt die Sprachen der Wilden, und alle alte Spra-chen, die ursprünglich sind, und das Gepräge derersten sinnlichen Lebensart führen, sind voll Inver-sionen, aber nicht, die die Kunst in sie gclcgct; son-dern die Natur fodert. Geberden, und Accent kommtzu Hülfe, um dies Chaos von Worten verständlichzu machen.

So bald gewisse Dinge mit bestimmtenWorten fortgep flanzt wurden; wie dies durchdie ersten Lieder geschähe; so fing sich dieses unor-dentliche Ebaos an zu senken; man suchte die Ord-nung der Worte aus, die dem Lernenden am faß-lichsten waren; das Sylbenmaaß mußte sie cin-paffen, und so ward sic zwar kein Gesetz, keineRegel, aber ein Muster, ein Präjudicat: undman wciß, daß alle Völker nach bloßen Gebrau-chen leben, che sic Gesetze haben. Die Gebrau-che werden zu. G ew o hn hei t en, und so wardauch die Eonstruktionsordnung dazu, doch daß ihreUebcrtretung noch keine Sünde war.

Endlich näherte sie sich dem Ansehen cines Ge-setzes, da die B ü c h er spra c h c aufkam; jetzr sieldie Aktion weg, die vorher die Inversionen erläu-tert hatte.Denn dem Sprechenden helfenseine Gebärden und der Ton der Stimme den wah-rcn Verstand bestimmen; da hingegen alles diesim Buche wegfällt"*). Man mußte also einergewissen Ordnung folgen, um dem Lesenden ver-ständlich zu werden; indessen war diese noch sehrfrei, wie die ursprünglichen ältesten Griechischen undRömischen Dichter bezeugen, die so viel künstliche

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