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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
Entstehung
Seite
59
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Erste Sammlung.. ZA

Nun stellet euch zwey sinnliche Geschöpfe vor ,,tzgvon der eine spricht, der andere höret: Demersten ist das Auge die Quelle seiner Begriffe; undjeden Gegenstand kann er in verschiedenen Gesichts-,punkten sehen; dem andern zeiget er diesen Ge-genstand, und es kann auf eben so verschiedenen Sei-ten geschehen. Nun betrachtet, die Rede, als eine.Bezeichnung dieser. Gegenstände: so habt ihr den Ur-sprung der Inversionen. Je mehr sich also die Auf-merksamkeit, die Empfindung, der Affekt auf einenAugenpunkt heftet; je mehr will, er dem andern aucheben diese Seite zeigen,, am ersten zeigen, imhellestcn. Lichte zeigen und so, werden Wertum-kehrungen daraus. Ein Beyspiel: Fleuch die

Schlange! ruft mir jemand zu,, der mein Fliehenzu seinem Hauptaugenmerk hat, wenn ich nicht flie-hen wollte. Die Schlange fleuch!- ruft cmanderer,, der nichts geschwinder- will, als mir dieSchlange zeigen;, fliehen werd' ich vo» selbst, so baldich von ihr höre. Er hat mir das Geld gestoh-len; und kein anderer;. Er hat mir das Geld ge-stohlen;- ich weiß es gewiß; das Geld hat er mirgestohlen, (und keinen Ring); Mir hat er dasGeld gestohlen,. und keinem andern;.- gestohlenhat er mir das Geld (nicht abgeborgt): wie vielVeränderung macht hier nicht die Inversion in derWendung des Gedankens..

Entspringt also die Inversion von der sinnlichenAufmerksamkeit: so muß bei einer noch ganz sinn-lichen Nation ihre. Sprache unregelmäßig und vollVeränderungen scyn: wie die Gegenstände ins Augefallen, so saget sie dieselbe; eine grammatikalischeConstruclion ist noch nicht eingefuhrt. So sind noch