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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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52 Fragmente zur deutschen Literatur.

auch in Tonen verbilden höret, wenn cs alte dieseTonfarben in dem inner» Bau der Wörter findet,ohne daß Dichter dieselbe einzwingen dursten. Wahr-lich ! die schönsten und edelsten Klangworte unsererSprache sind erschaffen, wie ein Silberton, der ineiner reinen Himmclsluft auf einmal ganz hervortritt' sie wurden Key ihrer Geburt in das süße Meerdes Wohllautes getaucht, und sind, wie im lebendigenGefühl der Sache gebildet. Wohl den Schriftstellernunter uns, die da schreiben, als ob sie hören, dieda dichten, als ob sie sangen.

Warum will sich kein Deutscher Dionysius,Hep Hastion und Voßius, in die schöpferischeHöhle unserer Sprache wagen, um in ihr die Zau-bermusik zu hören, die unsere Klangworte belebt?Und warum wagen sich nicht alle Deutsche Dichterin dieselbe, um sich in diesen Zaubergesang einsingenzu lassen?

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Unsere Klangworte sind oft auch Machtwor-te: an diesen sind wir noch reich und stark; aberreicher und stärker gewesen. Wenn man an denältesten Ueberbleibseln der deutschen Schreibart, dieseMacht und Herrlichkeit der alten Sprache unmöglichverkennen kann; wie kommt es denn, daß man sowenig darauf gedacht hat, sic wieder zu erobern?Wie kvmmts, daß ein Gottsched, bei allerKenntnis altdeutscher Schriftsteller, von ihrer inne-ren Stärke so wenig hat können erariffen wer-den, daß er es wenigstens unterlassen hätte, unsere