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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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5o Fragmente zur deutschen Literatur.

Starke, Fülle und Abwechselung in sich schließen,sich mehrerer Denk- und Schreibarten anschmiegen,und ein hohes Ziel der Deklamation werden können ?Nur freilich werden sich dieselben, je mehr sie sichder Materie anschmiegen, je mehr auch freie Sprüngeund Eadenzen erlauben: nicht sich beständig in Jam-ben jagen: nicht in einerlei Casuren verfolgen: nichtin einerlei Ausgangen auf die Hacken treten: nichtwerden sie sich in das theatralische Sylbcnmaaß ein-kerkern, das Rammler in seinem Batteup ver-zeichnet, um zu hinken, wenn die Region da ist ,hinken zu sollen. Wenn die Materie alles belebtund beweget, wenn das Sylbenmaaß im Dialog zuplappern und zu fragen, zuvor zu kommenund hinein zu fallen weiß: wenn es einer hohenDeklamation, Tone und Ruhepunkte vorzählet: so wirdes von selbst dem vorigen Klopstockischen Splben-maaße an Freiheit und Vortheilcn nahe kommen,doch aber, daß die Zügellosigkeit desselben in einigenSchranken gehet. Es wird unserer Sprache zurNatur und zum Eigenthum werden, weil e§ Starkemit Freiheit vereinigte; und am letzten würde unsselbst die Englische Sprache, die in diesem Sylbcn-maaße schon so viel Schaze aufbewahrel, etwas nach-stehen müssen. Alsdenn hieße es:

Deinen Gang ans dem Kothurn, Sophokles

Tönet dir nach Jamb Anapäst.

Was soll ich alle Sylbenmaaße unserer bestenDichter durchgehen, mit der thörichten Anfrage:seid ihr unserer Sprache natürlich? Sie sind da,glücklich da, und dies ist mehr als genug. Indes-sen wird man bei den meisten, die gleichsam aus