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Erste Sammlung.
Allein jener hat auch an innerm Gehalte, anAbwechselung und Deklamation so große Vorzüge,daß ich wünschte, er möchte in Heroischen Trauer-spielen den unnatürlichen Alexandriner verdrängen,den wir aus keiner andern Ursache so thcuer halten
rj können, als weil wir ihn von den lieben Franzosen
Ä erbten, weil er den Schauspielern und den Autoren
Z selbst die Arbeit erleichtert. Erleichtert, aber beidenzum Nachthcil; jenen, weil er sie einer einförmigenj H Deklamation, die eine halbe Skansion heissen kann, oftwider Willen nähert; diesen, weil ec der wahren Affekt-sprache, einer lebendigen Erzählung und dem Dialogäußerst viel monotonischcn und abgemessenen undzerschnittenen Zwang auflegt. Unter andern mag es^ also vielleicht auch daher gekommen scyn, daß die
f, besten Versifikatoren in diesem Styl, Schlegel,^ Eronegk und neuerlich Clodius, oft so sehr die- Sprache der Leidenschaft, der Erzählung und der
A Unterredung verfehlen, als auf der andern SeiteLeßing, und in Affektvollen Stellen Weiße sich^ mit diesem Sylbenmaaße nicht so recht vertragenkönnen.
Sollte cs gar seyn, daß diese Doppelgeschöpfevon verketteten Alexandrinern Mit Schuld wären, anjener untheatralischen, undialogischen und monotoni-schcn Sprache, die von beiden Seiten mit Lehrsprü-chen, Sentenzen und Sentiments um sich wirft,und manche SceNcN unserer besten Dichter verdirbtj '— wollen wir deNn nicht einmal dem Vorurtheil
entsagen: als sey diese Versart die natürlichste fürunsere Sprache? — Und wollen wir nicht lieberdie vorgeschlagene Jamben wählen, die weit mehr'f, Herders Werke z. schön. Lit. u. Kunst, I. D