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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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48 Fragmente zur deutschen Literatur.

pflegt cs das Englische, Brit tische, Mil?tonische zu nennen; ich höre aber in demselbendie unserer Sprache eigenthümliche Starke so sehr,daß ich es in mancher Begeisterung das Deutschezu nennen gewünscht habe. Kleist war in diesemSylbenmaaße Meister: er wußte in einigen kleinenStücken weit mehr in dasselbe zu legen, als anderedarein gelegt hatten; bis endlich sein Cißides undP ach es in aller Abwechselung, Stärke und Ma-lerei zeiget. Diebeiden Trauerspiele, die Gleimin dasselbe mit aller Kunst eines Dichters versisicirthat, haben eben damit so viel am hohen Theakrgli-schen und fast heroischen Numerus gewonnen; alssie an kleinen lebhaften und rührenden Wendungen,die in die Prose eingewirkt waren, mögen vcrlohrcnhaben. Ucberhaupt scheinen mir Kleist und Gleimdiesem Sylbenmaaße vor andern eine gedrungeneKürze, die nicht in wilden Ueberfluß der Worte aus-schießt, eine Abwechselung der Eadenzen und derEasur, die nicht in verworfenen Wortfügungen be-stehet, und ein hohes Deklamatorisches gegeben zuhaben, das schwer zu erreichen ist. Vielleicht mages seyn, daß selbst Klvpstocks Salomo diesLesbare und Deklamatorische nicht getrof-fen hat; und vielleicht, daß unfern Schauspielerndie Weissischen Trauerspiele am schwersten vonder Zunge gehen müssen, die diesen Vers gewählthaben. Es federt derselbe, so .leicht er scheinenmöchte, sehr viel, von dem, der ihn schreibet undliefet, da hingegen der Alexandrinische Vers selbstmit seinem Reime nach Despreaux und Ra ei-ne ns Kunststücken weit leichter fallt, zu machenund zu sagen, zusammen und hervor zu zählen.

Allein