Erste Sammlung.
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keine Doppellauter sind, (a, ee und ie) bald neueBuchstaben dazu nimmt, die den Mangel ersetzensollen, wie eh ih, und doch überlaßt sie der leben-den Aussprache noch immer zu viel. Die DeutschenIonier sprechen daher das milde j aus, wo sie esnicht sprechen sollten, im ü: und bei den Griechenist das y vermuthlich noch eine feine Stuffe zwi-schen i und ü gewesen, die unsere schwerere Zungenicht treffen kann. So lindern also auch die häu-figen sanften Vokale.
Ferner: wir haben mehr Hauche in unserer
Sprache, und die Aspiration gehört so sehr zum Lieb-lichen der Rede, als der Seufzer zu den zärtlichenWorten des Liebhabers; sie ist, wie ein West, dereinen wollüstigen Tag kühler, hier den Blu-men schmeichelt, dort duftende Blüthen verweht,dort angenehm durch die Saaten rauscht, undhier den Liebling zum Kuß an glüh et: — lauterWörter, die sich selbst sanft forthau che n und sogehet in unsrer Sprache die lieblichen, zärtli-chen, angenehmen Wörter durch: sie empfehlensich alle durch ein sanftes h oder ch, das uns dierauhcrn Völker so übel nachsprechen können, die dasH, wie z. E. die Russen, in ein scharfes G, dasweiche ch, in ein rauhes cch, fast wie das Ain derHebräer ausstoßen müssen. Daher ist das H beieinigen Völkern das Schibolet, woran man kennenkann, daß sie gebohrne Gergcnescr sind: und dieLetten sprechen z. E. Jmmel und Eute (statt Him«mel und Heute) wie andere Völker. — Das H ist über-haupt die Gränze zwischen Laut und Mitlauter: esgiebt, nach Gellius Bemerkung, dem Worte Hal-