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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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Erste Sammlung.

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unsere Weiche Nachbarn, Und dünken sich Mit ihrerschlüpfenden Mundart groß, die wegen der öfternElisionen, wegen der vielen unnützen Wörter, diehalb verschluckt werden, wegen der überall gleitendenFortschiebung der Töne keinen gewissen Tritt hat.Laß es seyn, daß man es unsrer Mundart anhöre,sie sei unter einem nordischen Himmel gebildet: laßes seyn, daß unsere hartliche Sprachwerkzeugc aufihre langsame Art Svlben hervor arbeiten, die andernVölkern nicht so geläufig finde ist dies uns ZumNachtheile? Eben dies gicbt unserer Sprache einenabgemessenen sicheren Ton, einen vollen Klang, denvernehmlichen festen Schritt, der nie über und über-stürzt, sondern mit Anstand schreitet, wieein Deutscher. Ein horchendes Ohr wird unsauch in der Sprache an dem Rauschen unserer Füsse,und an dem unübercilren Takt unsrer Tritte erken-nen und hören: wer wir sind?

Nun sind wir freilich keine Griechen/ derenSprache, Sang und Klang, wie ein Snitenspiel indem reinen Acther des hohen Olymps; gegen sic magdie Unsere wie eine Flöte unter einem dickern uridniederem HimMel dumpfer tönen. Nur wollen wiöauch keine Griechen seyn, und die um uns wohnen,sind gegen jene gestellt dem Lande ihrer Antipodennaher, als wir. Dünkt mich' recht, so stehen wirgegen unsere Nachbarn in einet glücklichen abgewoge-nen Mitte, so daß wie nicht, wie die SarMatischeNVölkct, die Worte heraus röcheln; noch wie die See-NationeN in hciserm Tone dämmern ; noch wie unseresybaritische Nachbarn die Worte mehr hervor glitschen;Noch wie die Britten, mit verschluktcm Tone undoft ohne Lippen reden. Unsere Sprache ist stark undHerders Werke z. schön. Lit. u. Kunst. I, E