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Fragmente zur deutschen Literatur.
der Genius, der über die, Wissenschaften eines Volkswachet, ist zugleich der Schutzgott der Sprache des-selben.
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Wo ist der Mann unseres Volks , der ihm diesOpfer bringe? der uns, so wie Minerva demDiomedes den Nebel von den Augen nahm, da-mit er Götter und Menschen unterscheiden könnte, unsdie myopische Finsternis!, und den Nebel vonVorurthci-len wegnehmc, der uns in den meisten Fallen nochauf deü Augen liegt? der uns lehre, wie wir diesemGott unserer Sprache opfern sollen? — Ich warteauf die Erscheinung dieses Tages, wie beim PlatoAlcibiadcs auf den wartete, der ihn über Götterund Eötterdienst erleuchten sollrc. Und so ahme ichauch der Bescheidenheit dieses griechischen Jünglingsnach, da er sich mit seinem Kranze nicht in denTempel des Gottes wagen wollte, ehe diese Erschei-nung käme. Auch ich hatte ein kleines GebundSprachanmerkungcn in einen Kranz geflochten, denich dem Genius unsrer Literatur opfern wollte;ich warte aber vor dem Tempel auf einen Sokra-tes, und wenn er mich statt des Gottes unterrich-tet: so sei ihm, als meinem Apollo, der Kranzheilig.
Hier sind also statt eines baufälligen Systems,mit dem die Deutschen nur gemeiniglich zu früh an-fangen, hier sind abgebrochene Fragmente, die nichtsganz liefern wollen: Füllsteine, die gut genug sind,>0 lange man noch nicht an ein Gebäude denken