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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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28 Fragmente zur deutschen Literatur.

Wie fern hat die Sprache der Deutschen eineHarmonie mit ihrer Denkart? 'Wiefern ihre Spra-che Eindrücke auf die Gestalt ihrer Literatur gemacht?Wir kann man cs ihrer Mundart, von ihren Ele-menten, von ihrer Aussprache und Sylbcnmaaßenan, bis zu dem ganzen Naturell derselben an ken-nen, daß sie unter dem Deutschen Himmel gebildetworden, um unter demselben zu wohnen, und zuwirken?

Wie viel kann man in ihr aus der Welt vonUmständen und Begebenheiten erklären, so daß dereiqentbümliche Inhalt derselben von ihrer Denk - undLebensart gesammlet wurde? Wie manches laßt sichvon der Etymologie einzelner Wörter bis zum gan-zen Bau der Schreibart aus den Gesichtspunktenbestimmen, die ihnen eigen waren, so daß die Re-geln der Sprachlehre mit den Grundstrichen ihresCharakters parallel laufen, und das ganze große Ge-heimnis des deutschen .Idiotismus ein Spiegel derRation ist?

Welche Revolutionen hat die deutsche Sprachetheils in ihrer eigenen Natur, thcils durch die Zu-mischung fremder Sprachen und Denkarten erfahrenmüssen, daß sich ihr Geist wandelte, wenn gleich ihrKörper derselbe blieb?

Wie voll fremder Colonien insonderheit die ge-lehrte Sprache ist, die deutsche Tracht, deutschesBürgerrecht, und deutsche Sitten angenommen haben?Wie viel fremde Aeste auf den Stamm unserer Li-teratur gepfropft sind wie sic auf demselben wonicht ausgcartet, so doch verartct, und oft verübeltMid?