Erste Sammlung.
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S.
Um der Schwache meiner Augen willen, könnteich die Frage blos aus den drei Punkten ansehcn,die ich zum voraus abgesteckt, und hoffe daß sichaus ihnen, wie in der Meßkunst aus drei gegebenenPunkten ein Mittelpunkt finden, und durch sie einCirkel beschreiben ließe. Ich würde also die Sprache,als das Werkzeugs den Inhalt, und die Formmenschlicher Gedanken, ansehen und fragen:.
Wenn das menschliche Denken meistens symbo-lisch ist: ja wenn wir meistens mit, in, und oftnach der Sprache denken; was giebt dies der mensch-lichen Kenntnis überhaupt für Umriß, Gestalt undSchranken? Und auf der andern Seite wie kannman über den Ursprung, und die Beschaffenheit ei-ner Sprache philosophircn, wenn man die Kräftemenschlicher Gedanken und Bezeichnung gemeinschaft-lich wirken laßt, um sich ein Werkzeug, eine Hülleund eine sichtbare Gestalt zu bilden?
Wenn imin nun diese abgezogene Ideen unterdie Menschen führet, und sich ein Volk gedenkt,das sich seine Sprache bildet: welche Natur mußdies wieder der Sprache geben, daß sie ein Werk-zeug ihrer Organen, ein Inhalt ihrer Gedanken-welt, und eine Form ihrer Art zu bezeichnen, kurz,daß sie eine Nationalsprache werde? Und was ent-stehen für Acnderungen, wenn man eine solche wer-dende Sprache durch alle Tage ihrer Schöpfungbegleitet?
Was muß es der Denkart für Form geben,daß sie sich in mit und durch eine Sprache bildet,da wir jetzt Lurch das Sprechen denken lernen? Und