24 Fragmente zur deutschen Literatur.
über diesen Abschnitt will ich mich gar nicht einlas-sen, da ich weder ein Sprachendoktor, noch einMitglied der Zesischen Gesellschaft bin, noch auf einegelehrte Sprache Plane aussinne.
Zch bleibe bei meiner Materie, und bedaure,daß der vorgegebene Satz mit seinen vieldeutigenWorten: Sprache, Mcynung, Einfluß,
Vorth eil, Nachtheil dem Verfasser Anlaß ge-geben, durch sein Exempel cs zu zeigen, wie vielschädlichen E'nfluß die Unbestimmtheit einer Sprachein die Gedankenreihe dessen haben könne, der einsolches Thema, wie einen Kanzeltcxt ansteht, überden sich desto erbaulicher sprechen laßt, je vieldeuti-ger die Worte desselben zu allen sieben Nutzanwen-dungen sind. — Die abenthcucrlichen Krcuzzügedes Philologen liefern in ihrem ersten Versucheinen Plan, wie die vorgclegte Frage nach demSinge des Philologen hatte beantwortet werden sol-len. Der Plan sagt viel, so wenig die LiteraturBriefe*) in ihm fanden, die mit ein paar Nuß-schalen davon liefen, und den Kern liegen ließen:er saat mehr, als die umständliche Beurthcilung derPreisschrift**) in den Briefen selbst, die ebenfalls,so wie der Verfasser, bei Beispielen und Ausschwei-fungen ihr snmniurrr bonuin findet: er sagt end-lich so viel, daß die Ausführung desselben des Kran-zes des Apollo selbst würdig wäre.
*) Lirr. Br. Th. ob. p. 179.
«*) Litt. Br. LH. h. p, 366»