22 Fragmente zur deutschen Literatur.
„ist? von der natürlichen Prose des Mundes, oder„von der Sprache innerhalb der wissenschaftlichen„Werkstätten? von dem Natureis und Genie, oder„von der Grammatik und dem Leisten der Sprache?"Alle diese Unterschwde sind verwirrt, ohne welche dochkeiner seiner Satze ganz wahr ist — und so müssenwir ans der ersten Sektion mit so nüchterm Herzenweg, als wir kamen. Die zweyte*) soll von demv or t h c i l h a ft e n Einfluß der Sprachen auf dieMeyn ungen reden und lehret uns, „ daß es reiche„Etymologien gebe, die viel in sich schließen, und„aufbehaltcn: daß Namen oft Liebe oder Haß einflö-„ßcn können: daß ein Reichthum an Kunst- und Na-„turnamen vortheilhaft sey:" nun steht noch ein Pa-ragraph , wie ein da Eapo hinten an, und die großeFrage ist wieder beantwortet—beantwortet, ohne daßein christlicher Mensch weiß, was es denn recht sey,das Vortheil bringe? Wenn denn, rund gesagt, derPortheil soll gebracht werden? Und worinn, bestimmtgeredet, der Vortheil bestehen soll ? Aus dem Ab-schnitt selbst will ich diese Fragen nicht beantworten;denn sonst würde es scheinen, als wenn Michae-lis in einer Sprache nichts als Wortetymologien undNamenregister kenne; als wenn der Schaarwcrks-dienst, dazu die Sprache aufgebotcn wird, lediglicheinem Professor auf der Akadmic, vorzüglich seinemLehrbuchs zu Statten kommen soll: und denn, daßder Borthcil Ein, ich weiß nicht was? sey, das sichnicht sagen laßt.
Es folgt ein Supplement**), das seinenNamen mit allem Rechte tragt, und die so schwere
*) Pag. L2 — 67,
**) Pag, 68 — 73.