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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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14 Fragmente zur deutschen Literatur.

schmack, den oft Jahrhunderte befestigt hatten, dasEitle, für welchen auch das Hciligthum der Gelehr-samkeit nicht sicher blieb, würde entlarvt, seinesAnsehens entsezt, und verjagt werden. Man würdein dem Gedankcnbehaltniß einer Nation, einer Wis-senschaft, eines denkenden Kopfes nichts leiden wol-len, als was dessen würdig ist- Villcicht wundertsich mancher, daß ich von einer leeren Sprachmatc-rie so viel hoffe, allein ich habe mehr Recht, michzu wundern, wie man noch so wenige Vortheile da^von gezogen,daß man die Sprache als ein Vslei-cerluni menschlicher Gedanken und den Inhalt allerWeisheit und Kenntnisse" hatte ansehen können.

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Sie ist noch mehr als dies: die Form derWissenschaften, nicht blos in welcher, sondernauch nach welcher sich die Gedanken gestalten: wdin allen Theüen der Literatur Gedanke am Aus-drucke klebt, und sich naA demselben bildet. Ichsage in allen Theilen der Literatur: denn wenn manglaubt, daß blos in der Eritik der schönenWissenschaften, in Poesie und Rcdnerkunst,vieles vom Ausdrucke abhangt: so setzt man dieserVerbindung zu enge Granzen. In der Erziehunglernen wir Gedanken durch Worte, und die Wär-terinnen, die unsere Jungen bilden, sind also unsereLchrerinNcn der Logik: bep allen sinnlichen Begrif-fen in der ganzen Sprache des gemeinen Lebensklebt der Gedanke am Ausdruck: in der Svrache desDichters, er spreche Empfindungen oder Bilder, beilebt der Gedanke die Sprache/ so wie die Seele den