Erste Sammlung.
die dadurch die abstrakte Weltweishcit, die Literatureines Volks, jede einzelne Wissenschaft, und wasdas beste ist, die Kenntniß der Seele erhalten müßte.Alsdann würde man erst einzelne Schriftsteller charak-terisiren können, daß ihr Bild in der Geschichte derWissenschaften lebte: alsdann erst Schriftsteller ver-schiedner Nationen gegen einander stellen können,um sie zu vergleichen, ihre Verdienste abzuwagen,und aus ihnen allen Züge der Schönheit zu stehlen:alsdenn erst würde man ein Feld der Literatur ausdem andern kennen, und jedem sein Recht widerfah-ren lassen, so viele Feindseligkeiten endigen, die siean einander ausgeübt: Zwistigkeiten entscheiden, diesich blos hierdurch entscheiden ließen: Unordnungenheben, die aus der Verwirrung der Unterthancn ver-schiedner Herrschaften, aus dem Raube nachbarlicherWörter, und echs nächtlichen Streifereien in die an-liegenden Provinzen entstanden. Verschwunden wärealsdann so mancher vergebliche Rangstreit: leereWörterkriege: ewige Verwirrungen und Verwechse-lungen der Ideen. Jedes Gebiet der Weisheit zeigtesich in seinem eigenen Lichte, bekäme auf der Chartedurch seine Sprache eigne Farbe, eigene Eränzcn:in der Beschreibung eigne Städte und Bewohner:eigne Products und Verfassung, eignes Feuer undHerd. Die Encyklopadie und die Geschichte derWissenschaften/bekäme.mehr Abstechendes der Klar-heit, mehr Unterschiedncs der Deutlichkeit, Und mehrFruchtbares der Erfindung wegen — Man würdedas Unedle, Gedankenlose verbannen, dessen sich ei-ne Nation, eine Wissenschaft, ein Schriftsteller zuschämen hätte. Das Ideenleere, das sich in jedeScienz allmählich cingeschlichen, der falsche Ge-