Erste Sammlung.
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die wohl oder übel geprägt sind: Schaustücke, die sichdurch ihre Seltenheit, oder irmsrn Werth, oder durchihre Geschichte empfehlen: Merkwürdigkeiten, aufbequemen oder unbequemen Stellen: Figuren vonaußerordentlich leichter oder besonders widrigen Stel-lungen — und hundert unerhörte Dinge mehr wür-den uns über diesen Eedankenvorrath eines Volks ge-sagt werden können, die jeder Eingcbohrne der Sprache mit begierigem Lhr hörete. Allein die Stelleeines solchen Sprachforschers ist freilich schwer zu be-setzen, weil in sie ein Mann von drey Köpfen gehört,der Philosophie und Geschichte und Philologie ver-vcrbinde — der als Fremdling Völker und Nationendurchwandert, und fremde Zungen und Sprachen ge-lernt hatte, um über die seinige klug zu reden —der aber zugleich als ein wahrer Idiot, alles aufseine Sprache zurückführte, um ein Mann sei-nes Volks zu seyn,
Ich endige diese Allegorie, um in einer andernfortzufahren. Ist die Sprache einer ganzen Na-tion ein Feld von Gedanken: wie viel verschiedeneGranzschcjdungen und Furchen lassen sich wieder imKleinern ziehen, die eignen Herren zugehören. Soverschieden wie sic indessen sind, werden sie unterzwey Hauptabtheilungen fallen, die aber so durch-einander laufen, daß, wenn ich Feldmesser wäre,mir der Schwindel ankommen müßte; man nenntsie das Gebiet der Wissenschaften und desgemeinen Lebens. Nun zeichne, wer da will,die Gränze, die dort jede Hauptdoctrin, hier jedermerkwürdige Stand; dort jede sonderbare Denk -hier jede eigne Lebensart: dort jede Sekte, hier jedeZunft um sich ziehet, so daß jeder in dem Mate-