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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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I.» Fragmente zur deutschen Literatur.

wird sich in verschiedenen Ausdehnungen betrachtenlassen. Es gicbt eine Symbolik, die allen Men-schen gemein ist eine große Schatzkammer, in wel-cher die Kenntnisse aufbcwahrt liegen, die dem gan-zen Menschcngcschlechte gehören. Der wahre Sprach-wcise, den ich aber noch nicht kenne, hat zu dieserdunkeln Kammer den Schlüssel: er wird sie, wenner kommt, entsiegeln, Licht in sie bringen, und unsihre Schätze zeigen Das würde die Semiotikfiyn, die wir jetzt blos dem Namen nach in den Re-gistern unsrer philosophischen Encyklopädien finden:eine Entzifferung- der menschlichen Seele aus ihrerSprache.

Jede Nation hat ein eignes Vorrathshaus solcherzu Zeichen gewordenen Gedanken, dies ist ihre Nati-onalsprache: ein Vorrath, zu dem sie Jahrhundertezugetragen, der Zu-und Abnahme, wie das Mond-licht, erlitten, der mehr Revolutionen und Verän-derungen erlebt hat, als ein Königsschatz unter un-gleichartiges Nachfolgern: Hn Vorrath, der freilichoft durch Raub und Beute Nachbarn bereichert, aber,so wie er ist, doch eiaentlich der Nation zugchört-die" ihn hat, und allein nutzen kann ' der Gedan-kenschatz eines ganzen Volks. Schriftsteller der Na-tion! wie könnt ihr ihn nutzen? und ein Philologder Nation, was könnte er nicht in ihm zeigen, durchihn erklären?

Alles, was dieser Nationalschatz eignes hat: Ur-sprung , Geschichte, und wahre Art dieser Eigenheit:Das Besondre desselben in Fachern der Armuthund des Ueberflusses: das Sehenswürdige in Gestal-ten der Schönheit, und in Mißgeburten: Münzen,