Erste Sammlung.
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in dies große Behaltniß ihre Schätze von Ideen, sogut oder schlecht geprägt sie seyn mochten: neue Jahr-hunderte und Zeitalter prägten sie zum Theil um,wechselten damit, und vermehrten sie: jeder denkendeKopf trug seine Mitgift dazu bei: jeder Erfinder leg-te seine Hauptsumme von Gedanken hinein < und ließsich dieselbe durch Wucher vermehren: ärmere liehendavon, und schafften Nutzung — falsche Münzerlieferten schlecht Geld, entweder zur Erstattung desGeborgten, oder sich ein ewiges Andenken zu prägen-— Heldenmäßige Räuber wußten sich blos durch Raubund Flammen einen Namen zu machen — und soward nach großen Revolutionen, die Sprache eineSchatzkammer, die reich und arm ist, Gutes undSchlechtes in sich faßt, gewonnen und verloren hat,Zuschub braucht, und Vorschub thun kann, die aber,sic sey und habe was sie wolle, eine ungemein fehcns-würdige Merkwürdigkeit bleibt. —
Jedes Buch ist ein Beet von Blumen und Ge-wächsen; jede Sprache ein unermeßlicher Garten vollPflanzen und Bäume: giftig und heilsam, nahrhaftund dürre, für Auge, Geruch und Geschmack, hochund niedrig, aus allen Weltthcilen und mit allen Far-ben, aus mancherley Geschlechten und Arten — einschenswürdiger Anblick! — Wer wird hier blos denRiß des Gartens in tobten Linien sehen wollen, woder l eb endige Inhalt desselben so viel zu lehrenverspricht; und wer wird blos bei der dürren Formder Sprache stehen bleiben, da das Materielle, wassie enthält, der Kern ist?
Und dies Materielle der Sprachen, der gro-ße gedankenvolle Raum, den sie einschließcn,