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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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6 Fragmente zur deutschen Literatur.

hier entscheidet ein Muster durch sein königlich Bei-spiel mehr, als zehn Wortgrübler, und klart, wennes mit seinem Strahlenangesicht austcitt, mehr aus,als hundert Leichcnfackeln der Grammatiker.

Ja ich gebe noch mehr zu: Sprach - und Schul-meister sind die ersten, dje die Sprache verderben,daß sie, wie sie sie wollen, zu nichts taugt. Siepolirten das Instrument so lange, bis es gut zumAnschauen und Aufhangen ward: sie krümmcten,und dehnten, bis es schwach, bis es verunstaltetwurde: sie schnitzelten am Bogen, bis er brachunselige Kimstrichtcr, und Regelnschmide; Alleinum so gelegener und wie gerufen sollten solche kom-men, die diesen Sprachvepderbern das Werkzeug nochzu rechter Zeit entreißen, und es zu dem Rüst-zeuge machen wollen, das in den Händen einerheiligen regellosen Unbesonnenheit Wunder thut.Desto angenehmere Gaste sollten uns die scyn, dieunserer rüstigen und tüchtigen Sprache ihrealte Baumstarke wiedergeben, und alte Geheimnissein ihr »erreichen wollen, auf die freilich mancherPancirolli unter seinen rskus äspisräitis nichthat kommen können.

So weit, kann ich mir doch nicht cinbilden, soweit ists doch mit uns gewiß noch nicht, daß wiruns unsere Sprache gemacht haben, wozu wir siewollen? was sie scyn kann, und seyn soll?, dennkaum und nochmals kaum haben, wir sie so, wiesie gewesen ist- Wie? ist denn alles, was zum dich-terischen, prosaischen und philosophischen Ausdruckgehört, schon so genau bestimmt, daß die Sprach-lehre des Dichters und des Prosaisten ihm zur all-gemeinen Casrnsitck dienen kann? Ist in ihr alles